Ihr Blog zum Thema IT-Sicherheit.
 

Nicht nur USB-Sticks können gefährlich sein

In dem früheren Beitrag “Gefahr USB-Stick” wurde bereits darüber berichtet, dass gefundene USB-Sticks nicht einfach am eigenen Computer oder am PC der Firma angesteckt werden sollten. Viele vergessen dabei, dass auch gefundene CDs, DVDs und sogar MP3-Player oder iPods diese Gefahr mit sich bringen. Auch diese Geräte sollten nicht einfach am PC angeschlossen werden, sofern diese am Parkplatz oder anderswo verwahrlost vorgefunden werden. Betroffen sind alle Geräte, die über Speicherkarten verfügen, also auch iPhones und andere Smartphones mit Android- oder Windows-Betriebssystem, aber auch Digitalkameras.

Schadsoftware und Viren

Diese Geräte und Datenträger können allesamt mit Viren oder schadhaften Programmen ausgestattet sein.

Was tun?

Werden Datenträger oder dergleichen an Ihrem Arbeitsplatz gefunden, übergeben Sie diese dem Sicherheitsverantwortlichen oder der zentralen IT-Administration. Vielleicht hat Ihr Unternehmen eigene Richtlinien diesbezüglich, in der genauere Anweisungen enthalten sind.

 
 

Ein WLAN für meine Abteilung? Besser nicht…

Sie arbeiten in der Firma und auch im privaten Alltag gerne kabellos auf Tablet, Notebook und Smartphone und nutzen dabei WLAN? Durch lange Akkulaufzeiten brauchen Sie praktisch keine Kabel mehr und benötigen auch keinen Netzwerkanschluss an jedem Arbeitsplatz. Was einfach und unkompliziert klingt, kann tatsächlich den Arbeitsalltag maßgeblich gefährden.

WLAN ist nicht ausfallssicher

Nutzen Sie WLAN beruflich, sollten Sie auch jederzeit in der Lage sein, auf ein Netzwerkkabel auszuweichen, wenn das WLAN plötzlich nicht mehr verfügbar ist. Signalstörungen oder defekte Geräte reichen aus und Sie können praktisch nicht mehr auf das Firmennetzwerk zugreifen. Im privaten Haushalt mag dieses Problem nicht gravierend sein, im Beruf allerdings schon.

WLAN muss sicher konfiguiert werden

Ein drahtloses Netzwerk muss sicher konfiguriert werden und soll über eine starke Verschlüsslung und ein sicheres Passwort verfügen. Verzichten Sie auf WPA, WEP oder reine MAC-gesicherte Netzwerke. Verwenden Sie nur mehr Netzwerke ab mindestens WPA2. Diese können Sie zusätzlich durch eine Einschränkung nach MAC-Adresse absichern. Eine stärkere Zugangsbeschränkung ist in der Regel für normale Anwender nicht notwendig.

Eigener WLAN-Access-Point in der Firma

Wenn Sie an Ihrem Arbeitsplatz einen eigenen WLAN-Access-Point aufstellen, um Ihren Arbeitsplatz mit WLAN zu erweitern, sollten Sie zuvor jedenfalls bei Ihrem Administrator oder Vorgesetzten nachfragen, ob dies auch zulässig ist. Nicht selten handeln Sie dabei gegen klar kommunizierte Nutzungsrichtlinien und gefährden dadurch die Sicherheit Ihres Unternehmens.

Fazit

WLAN ist eine tolle Technologie, die sicher in Unternehmen eingesetzt werden kann. Dennoch ist diese weder ausfallssicher noch einfach “Out-of-the-box” verwendbar. Auch wenn viele Hersteller oder Standards damit preisen, dass ein WLAN durch Knopfdruck abgesichert werden kann, haben Sicherheitslücken in der Vergangenheit gezeigt, dass WLAN noch immer keine Technologie ist, die sicher von Normalanwendern genutzt werden kann.

Weiterführende Informationen

 
 

Backup mit Windows-Bordmitteln

Backup unter Windows 7

Das Betriebssystem Windows 7 von Microsoft kommt bereits mit einem Backup-Programm. Im “Control Panel” bzw. der “Systemsteuerung” befindet sich das Datensicherungsprogramm. Die Screenshots stammen aus der englischen Version des Betriebssytems und befinden sich in der deutschsprachigen Version an gleicher Stelle.

Datensicherung mit Windows 7 - leicht gemacht.

Das Backup-Programm von Windows 7 in der Systemsteuerung.

Einrichten des Backups

Um die erste Datensicherung einrichten zu können, wird die Option wie in folgendem Screenshot ausgewählt.

Einrichten des Backups unter Windows 7

Unter Windows 7 wird das Backup ganz einfach eingerichtet.

Wo sollen die Daten hingesichert werden?

Als nächstes muss ausgewählt werden, ob Sie die Daten auf ein Netzlaufwerk oder beispielsweise auf eine zweite, externe Festplatte sichern möchten.

Geben Sie an, wo die Daten hingesichert werden sollen.

Sie müssen noch auswählen, wo Sie hinsichern möchten.

Die Sicherung auf das Netzlaufwerk

Möchten Sie auf ein Netzlaufwerk sichern, geben Sie im folgenden Dialog die entsprechende Windows-Freigabe ein.

Eine Datensicherung auf ein Netzlaufwerk.

Geben Sie an, auf welches Netzlaufwerk gesichert werden soll.

Die Sicherung auf ein externes Laufwerk

Eine Sicherung auf ein externes Laufwerk ist auch möglich.

Eine Sicherung auf eine externe Festplatte ist auch konfiguierbar.

Die Häufigkeit der Sicherung

Bestimmen Sie selbst, wie oft Sie das Backup durchführen möchten, oder überlassen Sie diese Auswahl einfach dem Windows Betriebssystem.

Häufigkeit der Sicherung

Übersicht der Einstellungen

Nach dem Einrichten wird noch kurz eine Übersicht präsentiert.

Eingerichtes Backup

Die eingerichtete Datensicherung läuft in regelmäßigen Abständen, in dieser Standardkonfiguration jeden Sonntag um 19:00 Uhr. Ist der PC zu diesem Zeitpunkt nicht eingeschaltet, sollte ein anderer Zeitpunkt gewählt werden. Auch ist zu beachten, dass ein Backup auf einer anderen Festplatte erfolgen soll, die sicher neben dem PC aufbewahrt wird. Wird der PC oder das Notebook beispielsweise durch einen Blitzeinschlag kaputt, können die Daten ohne Probleme wiederhergestellt werden.

Das fertig konfigurierte Backup bei der ersten Sicherung.

 
 

Vorratsdatenspeicherung – Auf Wiedersehen Privatsphäre!

Unter Vorratsdatenspeicherung wird eine automatische und verdachtsunabhängige Speicherung von Verbindungsdaten von Internet (z.B. IP-Adressen), E-Mail, Telefon und Handy über einen Zeitraum von sechs Monaten verstanden. Verbindungsdaten sind jene Daten, die darüber Auskunft geben, wer mit wem, wo, wie oft und wie lange in Verbindung stand. Dadurch können beispielsweise komplette Bewegungsprofile erstellt werden. Nicht gespeichert werden Inhaltsdaten, also der Inhalt der Kommunikation (z.B. der Text einer E-Mail).

Die Vorratsdatenspeicherung tritt am 1. April 2012 in Kraft und basiert auf einer EU-Richtlinie zur Terrorismusbekämpfung. In Österreich werden Verbindungsdaten ab 1. April aber nicht nur zur Bekämpfung von Terrorismus oder zur Aufklärung von schwerer Kriminalität verwendet, sondern können teilweise alleine durch eine Anordnung eines Staatsanwalts OHNE richterliche Bewilligung für Ermittlungen zugänglich gemacht werden.

Kann die Vorratsdatenspeicherung Terrorismus verhindern?

Die Antwort ist ganz klar: Nein! Die Vorratsdatenspeicherung beschneidet nicht nur massiv die Rechte auf Privatsphäre und Datenschutz, sondern kann auch mit einfachsten Mitteln umgangen werden. Beispielsweise können Programme eingesetzt werden, die die gesamte Kommunikation verschlüsseln und oftmals über andere Länder mit anderen Rechtssystemen umleiten.

Fazit

Die Vorratsdatenspeicherung ist nichts weiter als ein Gesetz zur Überwachung der Bevölkerung und nicht zur Terrorismusbekämpfung geeignet. Tatsächlich können die Drahtzieher von Terroranschlägen und Verbrecher, die schwere Straftaten verüben (z.B. Kinderpornographie), mit einfachsten Mitteln diese Überwachungsform umgehen. Betroffen ist – wie so oft – der einfache Bürger, der durch die Vorratsdatenspeicherung nicht nur noch gründlicher überwacht wird, sondern auch noch viel schneller mit Straftaten, die andere begangen haben, in Verbindung gebracht werden kann. Datenschützer sprechen auch schon vom Ende der Unschuldsvermutung mit dem Inkrafttreten der Vorratsdatenspeicherung.

Der Verein AustroSec ist ganz klar für die Aufklärung von Straftaten. Allerdings ist die Vorratsdatenspeicherung zur Verhinderung von Terroranschlägen und zur Aufklärung von schwerer Kriminalität kein geeignetes Mittel. Aus diesem Grund ist der Verein AustroSec gegen die Einführung der Vorratsdatenspeicherung!

Weiterführende Links:

 
 

Neuer Kooperationspartner: Saferinternet.at

Das AustroSec-Team freut sich, einen neuen Kooperationspartner vom gemeinnützigen Verein AustroSec vorstellen zu dürfen.

SaferInternet LogoSaferinternet.at ist eine Initiative, die vom Österreichischen Institut für angewandte Telekommunikation (ÖIAT) in Kooperation mit der ISPA koordiniert wird. Die Finanzierung erfolgt durch das “Safer Internet Programm” der Europäischen Union, das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend, und Sponsoren aus der Wirtschaft wie Microsoft Österreich und A1.

Saferinternet.at unterstützt Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrende bei der sicheren Nutzung des Internets und liefert hilfreiche Tipps und Hilfestellungen zu Themen wie Soziale Netzwerke, Datenschutz, Jugendschutz, Cyber-Mobbing, Computerspiele, Online-Shopping, Virenschutz, Medienerziehung etc.

Das Team von Saferinternet stellt folgende Leistungen zur Verfügung:

Warum ist diese Kooperation sinnvoll?

AustroSec und Saferinternet haben sehr ähnliche Ziele und Überzeugungen. Beide Vereine weisen auf Gefahren und Probleme, die im Alltag durch Informationstechnologie (wie z.B. das Internet) entstehen, hin und machen gleichzeitig auf Lösungsvorschläge und präventive Maßnahmen aufmerksam. Durch die Kooperation von AustroSec und Saferinternet können vorhandene Ressourcen besser gebündelt und somit das Sicherheitsbewusstsein in der Bevölkerung effizienter gesteigert werden.

 
 

Vortragsankündigung: (Un-)Sicherheit im Internet

Der gemeinnützige Verein AustroSec hält im Rahmen der WKOÖ (Bezirksstelle Pasching) und der Jungen Wirtschaft Pasching den Vortrag “(Un-)Sicherheit im Internet – praxisnah und leicht erklärt“.

  • Wann: Dienstag, 27. März 2012 um 19:30 Uhr
  • Wo: Sinnkultur Jurda, Johan Lehner Straße 5, 4061 Pasching
  • Eintritt: frei
  • Voranmeldung: erbeten (siehe unten)

Der 1,5-stündige Vortrag beinhaltet folgende Themen:

  • Facebook & Co – Was wissen mein Chef und mein Nachbar über mich?
  • E-Mail & Chat – Wurde diese E-Mail gefälscht?
  • Online Banking – Ist mein Geld sicher?
  • Web-Shopping & Kreditkarte – Wo soll ich meine Kreditkartennummer angeben?
  • Viren, Würmer & Bots – Bin ich bereits Teil einer kriminellen Vereinigung?
  • Firewall & Virenscanner – Was brauche ich wirklich?

Die Vortragenden beleuchten die Themen sowohl aus privater wie auch aus beruflicher Sicht. Beispielsweise soll beantwortet werden, welche Gefahren von sozialen Netzwerken wie Facebook ausgehen, wie Sie sich davor schützen können und mit welchen Fragestellungen Sie aus Unternehmenssicht konfrontiert sind, wenn Sie die private Nutzung von Facebook in Ihrem Unternehmen erlauben oder verbieten.

Der Eintritt ist frei und für alle TeilnehmerInnen – auch außerhalb der WKOÖ – zugänglich!

Aufgrund der beschränkten Teilnehmerzahl wird um Voranmeldung gebeten. Diese ist möglich unter:

Weitere Links:

 
 

QR-Codes – einfach nur Bilder?

Was sind QR-Codes?

Die sogenannten QR-Codes (Quick Response Codes) werden heutzutage immer beliebter. Da diese zweidimensionalen Codes nicht viel Platz benötigen, finden sie sich auf Stickern, Plakaten, Flyern oder sogar im Fernsehen wieder. Deshalb gibt es auch für alle gängigen Smartphones bereits die dazu passenden Apps, mit denen die Codes durch einfaches Fotografieren gescannt, dekodiert und anschließend verarbeitet werden können. Die häufigste Anwendung hierbei ist Kodierung eines Links zu einer bestimmten Webseite. Der folgende QR-Code verweist beispielsweise auf http://www.austrosec.at und kann nun einfach fotografiert werden, anstatt den Link händisch eintippen zu müssen.

QR-Code: Link zu www.austrosec.at

Gefahren von QR-Codes

Leider können sich sogar hinter dem simplen Fotografieren eines schwarz-weißen Pixelhaufens Gefahren verbergen. Da QR-Codes für den Menschen absolut unlesbar sind, ist man auf die Hilfe von QR-Code-Scannern angewiesen. Das Problem hierbei ist, dass sich hinter dem vermeintlichen Link zu der gewünschten Seite, ein Link auf einen Server mit Schadsoftware verstecken kann. Scanner, die den Code einfach dekodieren und ausführen, können somit sehr schnell Opfer eines sogenannten “Attaging“-Angriffs werden.

Die Tatsache, dass QR-Codes die Größe eines Stickers haben, vereinfacht es den Angreifern zusätzlich. Denn dadurch können sie sehr leicht nachträglich auf Produkten, Plakaten oder dergleichen angebracht werden. Außerdem könnten sie – wenn sie die richtige Größe haben – einfach über einen bereits vorhandenen, vertrauenswürdigen QR-Code geklebt werden. In diesem Fall muss man besonders genau aufpassen, dass man nicht getäuscht wird.

Fazit

Da man ohne Scanner nicht erkennen kann, was sich hinter einem QR-Code wirklich verbirgt, sollte man zumindest Scanner verwenden, die den gescannten Code nur dekodieren und das Ergebnis anzeigen, anstatt sofort eine Aktion auszuführen.

 
 

Bildungsforum Wels 2012 – Rückblick

Das zweite vom gemeinnützigen Verein AustroSec  veranstaltete Bildungsforum Wels 2012 “Sicherheit im Alltag” wurde dieses Mal in den Räumlichkeiten der WKO Bezirksstelle Wels veranstaltet und hat planmäßig am Freitag, den 24. Februar 2012 stattgefunden. Im Vergleich zum ersten Bildungsforum gab es einige Neuerungen. Die gesamte Veranstaltung stand allen Bürgerinnen und Bürgern kostenlos und ohne Voranmeldung zur Verfügung. Außerdem gab es in der Nachmittagspause zur Stärkung ein kostenloses Kuchen- und Kaffeebuffet.

Neben bereits bekannten Vortragsthemen rund um Kinderschutz im Internet oder den richtigen Umgang mit sozialen Netzwerken wurden auch Sicherheitsvorfälle aus dem vergangenen Jahr beleuchtet sowie Tipps zu sicheren Passwörtern gegeben. Aus aktuellem Anlass wurde auch kurz auf ACTA eingegangen und darüber diskutiert. Das Highlight des Bildungsforums war ein sehr interessanter Vortrag vom Kriminalreferenten der Polizei Wels Herrn Alfred Eidenberger über Einbruchs- und Diebstahlsprävention sowie Tipps zum Erkennen von Falschgeld.

Der Vereinsvorstand bedankt sich bei Erik Rusek für die tolle Organisation dieses Bildungsforums, allen Vortragenden und bei den Sponsoren, ohne die diese Veranstaltung in dieser Form nicht möglich gewesen wäre! Aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen plant der Verein AustroSec für Sommer 2012 bereits das nächste Bildungsforum.

Zum Abschluss noch einige Impressionen des Bildungsforums Wels 2012 …

Wegweiser in der WKO Wels: Hier geht's zum Bildungsforum

Die Vortragenden des Vereins AustroSec

Kriminalreferent der Polizei Wels Herr Alfred Eidenberger

Überprüfen der Echtheit von Geldscheinen

Ein Teil des Kaffee- und Kuchenbuffets

Gemütliches Beisammensein der Besucher zwischen den Vorträgen

Ein OpenLocks-Stand war dieses Mal auch wieder dabei ...

 
 

ACTA betrifft uns alle!

Was ist ACTA?

ACTA steht für Anti-Counterfeiting Trade Agreement und soll ein internationaler Standard in der Bekämpfung von Produktpiraterie und Urheberrechtsverletzungen werden.

Das Abkommen hat weitreichende Auswirkungen auf die freie Gesellschaft, da die Maßnahmen zum Schutz geistigen Eigentums verschärft werden – und das auf Kosten unserer Bürgerrechte. ACTA ist undemokratisch und wurde bislang unter Ausschluss der Öffentlichkeit sowie den Vertretern der Interessensgruppen verhandelt. Nachdem der aktuelle Entwurf des Abkommens sehr viel Interpretationsspielraum offen lässt, kann das Abkommen auch rein willkürlich auf alles und jeden angewandt werden. Niemand kann sicher gehen, nicht dagegen zu verstoßen.

Auswirkungen von ACTA

ACTA bewirkt einen massiven Einschnitt in unsere Rechte, da dabei die Internetprovider gezwungen werden können, die Inhalte in ihren Netzen zu kontrollieren. Zwar ist mittlerweile die explizite Verpflichtung zur Einführung von Internetsperren aus dem Abkommen gestrichen worden, jedoch sind die Länder verpflichtet, Schadenersatzzahlungen einzuführen. Das bedeutet, dass sich Provider bzw. Online-Speicherdienstanbieter schadlos halten werden, indem sie die Inhalte ihrer Systeme – unsere Daten – prüfen. Dies stellt einen tiefen Eingriff in die Privatsphäre der Nutzer dar und widerspricht auch dem bisher gültigen Recht, das Provider vor solchen Schadenersatzansprüchen freistellt.

Aber auch medizinische Hilfsorganisationen sind von ACTA betroffen, da ACTA die Produktion von billigen Generika unterbinden würde und deshalb diverse Länder um ihre Gesundheitsversorgung bangen müssen. Natürlich ist das Fälschen von Medikamenten gefährlich und sollte kontrolliert werden, jedoch ist es nicht korrekt, dass dies einem Urheberrechtsdelikt gleichgesetzt wird, wie es ACTA vorsieht. Ebenfalls kann durch ACTA Saatgut für die Lebensmittelproduktion verknappen bzw. verteuern, da diverses Saatgut von Konzernen patentiert wurde und der Patentschutz durch ACTA durchgesetzt wird.

Das folgende Video von Anonymous beschreibt leicht verständlich, was ACTA ist und welche Auswirkungen es auf unsere Rechte hat:

Das Abkommen wird bereits seit dem G8-Gipfel in Sankt Petersburg 2006 international diskutiert. Sehr lange wurden die Verhandlungen hinter verschlossenen Türen durchgeführt und deren Maßnahmen sind seither von der Realität des Marktes überholt worden.

Damit ACTA auch in der EU in Kraft treten kann, muss der Rat der Europäischen Union und das Europäische Parlament dem Vertrag zustimmen. Mittlerweile wurden die ACTA-Dokumente von 22 EU-Mitgliedsstaaten und von der Europäischen Union am 26.01.2012 unterschrieben. Vor allem linke Parteien und die Grünen sprechen sich deutlich gegen das Abkommen aus.

Fazit

Die Überlegungen hinter ACTA sind durchaus nachvollziehbar, jedoch ist deren Art und Weise in der Umsetzung keine Lösung. Es bleibt zu hoffen, dass das Abkommen abgelehnt wird. Es ist durchaus wichtig, eine Netzpolitik zu führen und Rechte in Bezug auf die neuen Medien und Möglichkeiten des Internets zu diskutieren, jedoch muss dies in jedem Fall gemeinsam mit allen Interessensgruppen, vor allem mit uns Bürgern gemacht werden.

ACTA darf in der vorliegenden Version/Fassung nicht umgesetzt werden!

Was kann ich als Bürger tun?

Verbreiten Sie die Informationen in Ihrem Bekanntenkreis (Freunde, Verwandte, Bekannte, …). Umso mehr Menschen darüber informiert werden desto besser.

Unterzeichnen Sie die weltweite Petition gegen ACTA: Zur Online-Petition

Weiterführende Informationen

 
 

Deutsche Familienministerin fordert Facebook-Unterricht

Nicht nur Erwachsene, sondern vor allem auch Kinder und Jugendliche verbringen viel Zeit in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Co. Doch der richtige Umgang mit privaten Informationen, Fotos usw. im Internet muss erst gelernt werden. Die sorglose Veröffentlichung von teilweise sensiblen Daten kann im zukünftigen Leben zu Problemen führen. Deshalb ruft die deutsche Familienministerin Kristina Schröder (CDU) dazu auf, Kinder und Jugendliche stärker auf Chancen und Risiken beim Umgang mit sozialen Netzwerken hinzuweisen.

Ihre Forderung: „Ähnlich wie Verkehrserziehung zur Grundschule gehören auch Facebook und Co. ab der 5. Klasse (Anm.: 1. Klasse Hauptschule/Gymnasium in Österreich) in den Unterricht.“ (Quelle: bild.de)

Auch Dr. Jürgen Brautmeier, Direktor der Landesanstalt für Medien in NRW, fordert, dass der Umgang mit sozialen Netzwerken einen festen Platz in den Lehrplänen deutscher (Anm.: und auch österreichischer) Schulen bekommt. (Quelle: bild.de)

Fazit

Der gemeinnützige Verein AustroSec erachtet diesen Vorschlag von Frau Schröder sowie Herrn Dr. Brautmeier für sehr sinnvoll!

Bei Vorträgen in Schulen stellen die Vortragenden des Vereins AustroSec ebenfalls einen teilweise erheblichen Schulungsbedarf in dieser Thematik fest und sind daher davon überzeugt, dass hier noch viel an Aufklärungs- und Informationsarbeit geleistet werden muss.

Medienkompetenz ist bereits heute gefragt und dies wird sich auch zukünftig nicht ändern. Bewusstes Umgehen mit den neuen Medien eröffnet positive Möglichkeiten für alle Beteiligten. Bestes Beispiel in Österreich: Red Bull betreibt die größte österreichische Fanseite auf Facebook mit derzeit etwa 26,5 Mio. Fans, welche von Red Bull mit nur einem Klick erreicht werden können. Die Betreuer der Fanseite werden sicherlich zweimal drüber nachdenken, was sie auf dieser Fanseite veröffentlichen.